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Malteser Telgte

Dezember

Ein Leben für die Malteser

Eine Erfolgsgeschichte hat Heinz Loddenkötter beim MHD geschrieben. Seit 50 Jahren ist der dort engagiert und wurde dafür jetzt ausgezeichnet.Das ist eine ehrenamtliche Erfolgsgeschichte: Heinz Loddenkötter ist seit genau 50 Jahren Mitglied beim Malteser Hilfsdienst. Seit 37 Jahren ist er Zugführer und seit 27 Jahren Stadtbeauftragter des MHD Telgte. Das nahmen der Diözesanverband und der Vorstand jetzt zum Anlass, dem leidenschaftlichen Helfer am Samstag im Rahmen der Mitgliederversammlung zu ehren.

Die Diözesanoberin und stellvertretendeDiözesanleiterin Dr. Gabriele von Schierstaedt zeichnete Heinz Loddenkötter für seinen unermüdlichen sozialen Einsatz aus. Als besonderes Zeichen der Anerkennung und der Dankbarkeit verlieh sie ihm die Ehrenurkunde mit dem Jubiläumsabzeichen des Malteserordens.Der „Gold-Jubilar“ hatte zuvor die Versammlung in bewährter Manier geführt und von der abschließenden Ehrung augenscheinlich nichts geahnt. Felix Graf von Plettenberg, Kreisbeauftragter der Malteser, ließ durch Geschäftsführerin Rita Hüser einen Brief verlesen, in dem die fünf Jahrzehnte der ehrenamtlichen Tätigkeit von Heinz Loddenkötter umfassend beleuchtet wurden. Auch Pfarrer Bruno Pottebaum als Stadtseelsorger der Malteser gratulierte dem Jubilar.

Der MHD mit Heinz Loddenkötter an der Spitze ist als Hilfsorganisation seit 1963 auf vielfältige Weise sozial und karitativ tätig. Eine wichtige Motivatorin und vielfältig engagierter Geschäftsführerin ist dabei auch Rita Hüser, die ebenfalls eine enormes Arbeitspensum leistet. Diese Schaffenskraft der beiden Telgter Malteser an der Spitze der Vereinigung spiegelt sich in der Jahresbilanz wider, die Geschäftsführerin Rita Hüser den Mitgliedern eindrucksvoll präsentierte: 3950 ehrenamtliche Dienststunden absolvierten die 35 ehrenamtlichen Helfer in diesem Jahr. „Jeder leistete durchschnittlich 113 Stunden. Das ehrenamtliche Engagement“ – so Heinz Loddenkötter bei der Mitgliederversammlung – „ist in diesem Jahre weiter gewachsen.“ 1150 Fördermitglieder unterstützen die Arbeit des Malteser Hilfsdienstes.

Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer engagieren sich in Sanitäts- und Betreuungsdiensten, im Katastrophenschutz, in den sozialen Diensten, bei den Hilfsgütertransporten und in der Erste-Hilfe-Ausbildung. „Wir haben allein 510 Telgter in Erster Hilfe ausgebildet“, resümierte das Vorstandsduo unter anderem: „Zwölf Malteser nahmen an einer Funkausbildung teil, 13 Helfer absolvierten die Fahrerschulung, 28 Ausbilder ließen sich weiterbilden, 30 Teilnehmer nahmen an einer Präventionsschulung teil,“ so Rita Hüser. Eine grenzenlose Erfolgsgeschichte sind die Hilfsgütertransporte nach Schlesien: Am 22. Januar 2018 sind es genau 36 Jahre her, dass der erste startete. In diesem Jahr führte bereits der 173. Transport nach Schlesien. Heinz Loddenkötter, der von Anfang an dabei war, hat ausgerechnet, dass die Lieferungen einen Gesamtwert von 2,7 Millionen Euro hatten. Dabei wurden insgesamt 47 Einrichtungen in Schlesien versorgt. „Derartige Transporte sind auch in Zukunft erwünscht,“ betonte Loddenkötter. Doch nachdem ein Lkw ausgemustert wurde (WN berichteten bereits), haben die Malteser einen sehnlichen Wunsch: „Wir benötigen dringend ein neues Fahrzeug.“

Stolz ist der Stadtverband zudem auf die erfolgreiche Teilnahme der Malteserjugend am Bundeswettbewerb in Landshut. Der Nachwuchs belegte dort einen vierten Platz. Die Malteser Jugend sei ein wichtiger Bestandteil der künftigen Vereinsarbeit, denn daraus generiere der MHD den Nachwuchs, hieß es während der Zusammenkunft

Text und Foto Bernd Pohlkamp

Der TÜV hat sie geschieden . . .

Nach 30 Jahren musste sich der Malteser Hilfsdienst endgültig von seinem Lastwagen trennen. Der ist jetzt ein Fall für den Verwerter.

Am Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen: Denn nach 30 Jahren musste sich der Malteser Hilfsdienst endgültig von seinem Lastwagen trennen. 173 Hilfsgütertransporte wurden mit diesem Fahrzeug nach Kroatien, in die Ukraine sowie nach Ober- und Niederschlesien absolviert. Zehntausende Kilometer kamen im Laufe der Jahre zusammen. Doch das Aus war nicht mehr abzuwenden. Denn hohe Reparaturkosten haben bei den Maltesern ein riesiges Loch in die Kasse gerissen. Heinz Loddenkötter, Rita Hüser und die Fahrer Ingolf Joch und Martin Berning gaben dem Fahrzeug am gestrigen Freitag ein „letztes Ehrengeleit“, bevor sie damit zum letzten Mal von der MHD-Unterkunft zur Diözesan-Geschäftsstelle nach Münster fuhren.Tränen der Rührung standen dem Ortsbeauftragten Heinz Loddenkötter und der Geschäftsführerin Rita Hüser in den Augen, als sie das Nummernschild abschraubten und es den beiden Fahrern mit auf den Weg gaben. Wohin der Lkw seine endgültige Reise nimmt, kann Heinz Loddenkötter nur vermuten: wahrscheinlich nach Afrika.

Der Malteser Hilfsdienst hofft nun schnell auf einen neuen Lkw, um so die weiteren Hilfstransporte nach Ober- und Niederschlesien durchführen zu können. Loddenkötter und Hüser wünschen sich Förderer für dieses Projekt: „Wir freuen uns, wenn wir Menschen finden, die uns mit einer Spende für einen (neu) gebrauchten Lkw unterstützen.“ Wer dem Malteser Hilfsdienst finanziell helfen möchte, kann dieses durch eine Überweisung auf das Konto bei der Vereinigten Volksbank Münster, IBAN DE 73 4016 0050 3509 555600, unter dem Stichwort „Spende Schlesien-Transporte“ tun.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE86370601201201214358  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7