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Malteser Telgte

Mai

Die Welt ein Stück besser gemacht

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Am Wochenende 23 -26-Mai  hat die Malteser Jugend Telgte in Kooperation mit der Malteser Jugend Brock bei der bundesweit stattfindenden 72-Stunden Aktion teilgenommen. Dabei wurde der Garten einer Flüchtlingsunterkunft in Telgte gemeinsam mit den Bewohnern und Bewohnerinnen sowie den Sozialarbeiterinnen der Stadt gestaltet. Die Aktion wurde von den BDJK Diözesan- und Jugendverbänden organisiert. Unter dem Motto „In 72 Stunden die Welt ein Stück besser machen“ wurden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dazu aufgerufen, eigenverantwortlich und selbstorganisiert an einem sozialen Projekt zu arbeiten.

Nach einigen Planungstreffen, bei denen schon erste Ideen und Vorschläge gesammelt worden waren, wurde das Projekt von Claudia Stricker, zuständig für die Integration der Stadt Telgte, Martina Kantel und Jacco Grasemann von der Malteser Jugend final geplant. Gemeinsam wurde ein Kräuterbeet angelegt, sowie ein Insektenhotel, eine Bank und Möbel aus Paletten gebaut. Den kreativen Ideen waren keine Grenzen gesetzt. Während der Aktion bot sich die Gelegenheit, die verschiedenen Menschen und Kulturen aus Syrien und Pakistan kennenzulernen und sich auszutauschen. Nach getaner Arbeit wurde am Samstagabend der Tag nach gemeinsamen Kochen durch ein Essen der Helfer und der Bewohner abgerundet. Am Sonntag konnte „auf eine wirklich gelungene 72-Stunden Aktion“ zurückgeblickt werden, wie Jacco Grasemann betonte. „Der Garten ist sehr gut gelungen“, ergänzte Melanie Brüske. Auch Raza Achned, ein Bewohner der Unterkunft, hat die Aktion „viel Spaß gemacht“ und Rashid Mohammed bedankte sich für die Unterstützung der vergangenen Tage.

Rund 160.000 Teilnehmende engagierten sich in 3.400 verschiedenen Projekten bei der 72-Stunden Aktion.

 

Planung, Spiele und Methoden

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Fünf Mitglieder der Telgter Malteser-Jugend ließen sich zu Gruppenleiterassistentinnen ausbilden.

Voller Tatendrang und Freude haben fünf Jugendliche der Malteser aus Telgte am „Gruppen Leiten 1“-Kurs in Köln teilgenommen. Mit noch zwölf weiteren Teilnehmer wurden sie von drei Teamern angeleitet. Die Telgterinnen schätzten auch die „großartige Gemeinschaft“, die sie erleben durften.

In dem Kurs setzten sie sich mit der Gruppenstundenplanung auseinander und lernten viele neue Spiele sowie Methoden kennen, die sie später als Leiterin anwenden möchten. Sie beschäftigten sich zudem mit Fragen des Glaubens, der Persönlichkeitsbildung und meisterten so einige knifflige Aufgaben zum Teambuilding.

Nach einem auspowernden und spaßigen Wochenende kehrten die frischgebackenen Gruppenleiterassistentinnen mit vielen neuen Ideen und neuen Kontakten aus der Rheinmetropole zurück. Nun freuen sie sich auf eine weitere spannende Zeit, in der sie ihre erlernten Fähigkeiten ausprobieren und die Jugendarbeit in Telgte dadurch mit neuen Ideen „aufmischen“ und weiterführen können.

Betreuungsangebot in Telgte wiederbelebt

Foto Stefan Flockert
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Neue Gruppe für Demenzkranke

20 Jahre hieß die Gruppe, die sich um die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen kümmerte, „Engel ohne Flügel“. Dann war für anderthalb Jahre Schluss. Doch jetzt wurde das Betreuungsangebot unter dem Dach der Malteser mit dem Namen „Café Malta“ wiederbelebt. 20 Jahre lang betreuten, begleiteten und unterhielten sie an Demenz erkrankte Menschen und entlasteten dabei auch die pflegenden Angehörigen, die „Engel ohne Flügel“. Unter dem Dach der Alzheimer-Gesellschaft Münster engagierten sie sich für die gute Sache. Doch Ende 2017 war Schluss, weil die langjährige Leiterin Irmgard Alfermann aus Altersgründen kürzer treten wollte und sich kein Nachfolger fand. „Das habe ich in den WN gelesen und gedacht, das kann doch wohl nicht sein, dass eine Gruppe, die so drin ist im Thema, aufhört“, berichtet Dr. Martin Altenburger , stellvertretender Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdienstes im Bistum Münster. Die Idee war geboren, die Gruppe wiederzubeleben. Die Malteser stellen die Rahmenbedingungen. Wenn am Montag, 5. August, von 15 bis 18 Uhr das erste Beisammensein der „neuen/alten“, dann siebenköpfigen Gruppe mit Demenzkranken stattfindet, dann wird dies in den Räumen des MHD an der Hans-Geiger-Straße im Gewerbegebiet Kiebitzpohl sein. Anvisiert wird aber, mit den einmal pro Woche montags stattfindenden Treffen im Clemens-Wohnstift im Herzen der Stadt unterzukommen. Als Koordinatorin fungiert Eva Leistra, die bei den Maltesern in der Diözese für den Demenzdienst zuständig ist. Das Ganze soll künftig den Namen „Café Malta“ tragen. Neben der Entlastung der Angehörigen soll es das Ziel sein, die sozialen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Demenzkranken zu erhalten und dazu beizutragen, Abwechslung und Freude in ihr Leben zu bringen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen soll sich an der Philosophie von „Silviahemmet“ („Silvias Heim“), einer Stiftung der schwedischen Königin, die den dementiell Erkrankten in den Mittelpunkt der Hilfe rückt, orientieren. Auch die verbliebenen „Engel ohne Flügel“, die sich in der anderthalbjährigen Pause nicht aus den Augen verloren haben, sollen mit dieser Philosophie vertraut gemacht werden. Aus diesem Grund bieten die Malteser ab dem 15. Juni einen auf diesem Konzept fußenden Demenzbegleiterkurs an. „Wer Interesse hat, kann sich noch für diesen Kurs anmelden. Das gilt auch für pflegende Angehörige“, erklärt Diözesanreferentin Ruth Schräder. Nach 55 Unterrichtseinheiten erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat und dürfen sich „Demenzbegleiter“ nennen. Anmeldungen nimmt Eva Leistra unter ✆  01 76/ 31 79 80 83 oder unter eva.leistra@malteser.org entgegen. Alle Beteiligten fiebern derweil dem Auftakt am 5. August entgegen. „Wir sind sehr froh, dass wir diese fertige Gruppe haben einkaufen können. Das ist ein großes Geschenk für Telgte und für die Malteser“, beschreibt Martin Altenburger.

Von Stefan Flockert

 

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